Extrablatt! Extrablatt!

Es ist soweit! Der Wunsch einer Gruppe von Jugendlichen hat nach langer Arbeit endlich seine Umsetzung gefunden! Die „NEXT GENERATION“ meldet sich zu Wort, und das nicht zu knapp! Auch, wenn das Ganze noch im Aufbau ist, kann sich jeder von euch über eine Premiere der Truppe freuen:

Unter

www.muslim-generation.de

findet ihr ab heute die erste Ausgabe als Special zum Downloaden!

Diese Website ist ein Sprachrohr für jeden von euch, deswegen hofft die Truppe natürlich auf eure Meinung und Kritik, um ihre Arbeit noch besser machen zu können. Sollte es genug Nachfrage geben, dürftet ihr euch nämlich auf eine gebundene Ausgabe der Zeitschrift freuen! 😉 Wir sind also gespannt!

In diesem Sinne viel Spaß beim Stöbern!

Euer Hidjabi

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Aufschieberitis

by Hidjabi

Dreifach kommt die Zeit:
Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
pfeilschnell ist das Jetzt entflogen,
ewig still steht die Vergangenheit.

(Friedrich von Schiller)

 

Es geht wieder einmal zu Ende. Ein weiteres Jahr gehört der Vergangenheit an. Wo man die letzten Tage der hiesigen Kalender schon an den Fingern abzählen kann, steht das neue Jahr nach islamischer Zeitrechnung bereits. Einem Neuanfang würde nichts im Wege stehen, oder?

Wie seltsam, dass man erst ins Grübeln kommt, wenn man von anderen auf sie aufmerksam gemacht wird. Wie unbedeutend sie uns geworden ist.       

Die Zeit 

Wir ignorieren und verleugnen, wie sie uns geprägt hat. Wir wünschen sie uns weg und verdrehen sie. Ja, wir schimpfen sogar auf sie. Womit hat sie das nur verdient?

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Just another celebration

Friede und Segen sei mit euch,

es ist wieder soweit, die Muslime all over the world schmeißen sich in Schale und strömen in die Moscheen! Warum?
Na, es ist immerhin:

Aid´ul Adha!

Um es kurz für Unbeteiligte auf den Punkt zu bringen:

Du Wheinachten – Ich Aid ´ul Adha.

Mit anderen Worten, es ist eines der beiden großen islamischen Feste und es heißt den Tag mit dem gemeinsamen Festgebet zu beginnen, Gott gemeinsam zu danken, einander zu beglückwünschen und zu besuchen! Neeeein, das ist nicht wie das Zuckerfest. – Ja ok, es wird auch hier viel gegessen…. (dafür wird sich aber immer ein Grund finden – Immer diese Südländer! 😉 )

Ich wünsche allen Muslimen ein wunderschönes Fest und allen Nicht-Muslimen, dass sie eines Tages in den Genuss kommen dürfen die islamischen Feste mitzuerleben! (Lohnt sich!)

Ein stilles Heldentum

Ein Held. Sein Heldentum. Der Kampf von Gut gegen Böse.

by Hidjabi

Ein wirklich aufregendes Thema! Helden. Wer oder was sind sie? Wie kann man sie ausfindig machen? Und vor allem, was motiviert sie so heldenhaft zu handeln?

Wenn man einmal genauer darüber nachdenkt, sind wir doch reichlich voreingenommen was Helden angeht, oder? Spiderman, Batman, Superman, alles fiktive Ideale, die unser Bild vom Helden ein wenig verschroben haben. Tagsüber der unscheinbare Büroarbeiter (wieso es sich immer um Beamte handeln muss, versteh ich bis heute nicht…), der sich bei Nacht in sein (doch reichlich enges) Kostüm zwängt und die Straßen von gesellschaftlichen Unrat säubert. Klingt plausibel, aber doch ein wenig unrealistisch bei meiner Suche nach meinem Helden.

Dann ist da unser geliebter Prophet, Friede und Segen sei mit ihm und seiner Familie. Ein so großes Vorbild und Held für uns alle. Seine Prophetengefährten, die auf dem Wege Allahs mit Dingen geprüft waren, deren Ausmaß wir uns heute kaum vorstellen können. Alles Helden, keine Frage! Alles Vorbilder ,denen es nachzueifern gilt.

Aber, gibt es eigentlich noch Helden in dieser, unserer Zeit?Ja, die gibt es. Und ich habe meinen Helden gefunden.

Für gewöhnlich ist ein Held groß und stark. Er sollte Superkräfte besitzen,  fliegen können, superstark sein oder wenigstens seine eigene Titelmusik haben! All das hat mein Held nicht.

 Der Held, von dem ich dir erzählen möchte ist eine Heldin. Klein und zerbrechlich macht sie nicht gerade den Eindruck eines gefährlichen Gegners. Bewaffnet mit Palituch und Tasbih trifft man diese Superheldin vermutlich nur tagsüber an. Meine Heldin. Und jedem der denkt er hätte einen Superhelden in Rente vor sich, täuscht sich gewaltig!  Ihr Heldentum begann nämlich erst mit dem Alter…

1991 reiste eine Gruppe von Touristen durch Israel, um Land und Leute kennenzulernen. Unter ihnen auch die bereits 60 jährige Irmgard. Eine Frau, die schon viel von der Welt und ihrer Politik gesehen hatte. Eine Frau, die (so sie:) „nichts so schnell aus der Bahn werfen konnte.“ Offensichtlich schon, denn in einem Gespräch erzählte sie mir einmal von dem Moment, als sie die Flüchtlingslager der Palästinenser dort zu sehen bekam:

Mensch, als ich diese Flüchtlingslager sah! Und ich dachte mir, was ist denn das, was die Leute so ruhig hielt.“ Sie erzählte mir von dieser, für sie unbegreiflichen, Ruhe, die diese gequälten Menschen ausstrahlen. „Und das, nachdem sie aus ihren Häusern geschmissen wurden! Und das einzige, was die immer gesagt haben, war dieses „Hamdulillah, Hamdulillah““

Als Irmgard ihren Flug zurück nach Bremen nahm, suchte sie fieberhaft nach irgendeiner Möglichkeit diese „sonderbaren Menschen“ verstehen und auf ihre Art und Weise unterstützen zu können. Sie erzählte mir von einem, dafür sehr prägenden, Ereignis:

„Also das war ja völlig verrückt. Während unserer Reiseführung haben wir auch eine Moschee besichtigt. Das war ganz seltsam, als ich dort drin stand, in dieser einfachen Moschee, keine Möbel, nur dieser Teppich und die betenden Leute, da war mir auf einmal so friedlich. Ganz friedlich war mir da. Ich wollte am liebsten den ganzen Tag dort bleiben! Nur diese Reiseführerin war ja total erpicht darauf mich da rauszuhaben. Ich kann ja verstehen, dass sie ihren Zeitplan hatte, aber hör mal, die hat mich da mit Gewalt raus schleppen lassen!“ Dieser Moment des Friedens blieb ihr im Herzen und so konvertierte Irmgard noch im selben Jahr und wurde zu Umm Sabah, der Mutter der Geduldigen. Ein ziemlicher Hohn, wie sie mir erzählt hat, so einen ungeduldigen Menschen wie sie so einen Namen zu verpassen. Aber sie trägt ihn bis heute in Ehren, masha allah. Möge sie dafür belohnt werden! Eine wirkliche Bereicherung für unsere Umma, keine Frage!

 Du magst dich jetzt sicher fragen: „Ja, und wo ist denn nun ihr Heldentum?“

Ich verrate es dir. Komm mit mir. In einer kleinen Bremer Moschee wirst du sie finden. Jeden Freitag wird diese kleine Frau dort stehen mit einer Dose, fest in ihren kleinen Händen. Sie wird nach jedem Gebet losstürmen und keinen aus der Moschee hinaus lassen, der nicht wenigstens ein paar Groschen in die Dose gesteckt hat. Was ist das für eine Dose, fragst du dich? Diese Dose ist Umm Sabahs kleiner Beitrag zu ihrem einst gegebenen Versprechen. Die ihr versprochene Hilfe, die sie für den Rest ihres Lebens leisten will.

Komm weiter mit mir. Komm mit mir in ihre kleine Einzimmerwohnung und schau. Schau, wie diese kleine Frau Nacht für Nacht im Gebet kniet, bis ihr Arme und Beine taub sind.  Wie sie ihre Nächte damit verbringt Gebete für andere zu sprechen, bis ihre Stimmt versagt. Wie sie Gott Nacht für Nacht anfleht das Leben anderer zu bessern und sich selbst dabei vergisst.

Wie diese Frau sich Tag für Tag Vorwürfe macht, dass sie nicht mehr tun kann. Dass sie keine anderen Mittel mehr hat zu helfen. Wie ihre Mitmenschen darauf achten müssen, dass sie selbst genug isst und nicht ihre ganze kleine Rente mit dem nächsten Überweisungsschein für Hilfsgüter entbehrt.

Uneigennützigkeit, Aufopferung, Nächstenliebe. Diese Frau ist meine Heldin. Mein Vorbild.

Eine so kleine und zerbrechlich wirkende Frau und doch eine so große Verfechterin der Gerechtigkeit. Mit Leib und Seele kämpft sie. Mit allem was sie ist und was sie hat kämpft sie. Wir sollten uns alle ein Beispiel an ihrem Mut nehmen!

Und lass dir über meine Heldin eines gesagt sein. Sie mag heute zwar 78 Jahre alt sein, doch du wirst sie auf jeder Demonstration antreffen, bei der es gilt für die Würde des Menschen einzustehen. Du wirst sie zwar nicht immer sehen, aber glaube mir du wirst sie hören. 🙂

 Meine liebste Umm Sabah, möge Allah t. dich für deine Mühe belohnen, für jede vergossene Träne, für jede Entbehrung auf deinem Weg Allahs Wohlgefallen zu erlangen, für jede schlaflose Nacht in der du von Kummer und Zweifeln geplagt warst, für jede Enttäuschung die du erfahren musstest, für jeden deiner Versuche die Welt etwas besser zu machen!

Meine liebste Umm Sabah, mögest du Hand in Hand mit den Menschen, für die du nächtelang betest, in die Paradiesgärten eintreten. Amin!

Ich danke Gott  wirklich dafür, dass ich diese Frau kennenlernen durfte!Ich liebe dich für Allah meine Umm Sabah!

Danke für´s teilen 🙂

Wa salam!

Aufeinander zugehen

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by Hidjabi

Wer sich den Umstand gemacht hat sich mein „About“ durchzulesen, weiß bestimmt noch, dass ich diesen Blog hauptsächlich zum besseren Verständnis beider Kulturen schaffen wollte. Ein kleines Verbindungskabel zum Leben des anderen quasi. Da ist noch seeeehr am Anfang stehe, bitte ich um euer Verständnis. Zum einen bin ich ein totaler Chaot, was diese Technik hier angeht (okay, bin auch sonst einer) – das merkt ihr sicher selbst, so simpel wie das Ganze hier aufgebaut ist (und kommt mir nicht wieder mit „Das ist doch total einfach“ -.- Das deprimiert mich doch nur noch mehr!), zum anderen habe ich momentan leider kaum Zeit zum Schreiben. Aber wie gesagt, ich bin ein kleiner Sturkopf und deshalb werde ich mich hier langsam, aber stetig vorwärtsarbeiten. Danke für die Aufmerksamkeit!

So, zurück zum Thema.:

„Aufeinander zugehen, von einander lernen!“ Na? Wer erinnert sich noch an dieses Kindergartenlied? Schön, welche Werte uns noch im Kindergarten versucht wurden zu vermitteln und wirklich schade, dass dieses „Aufeinander zugehen“ mit den Jahren zu „Voreinander weglaufen“ und das „Von einander lernen“ zu „Aufeinander zeigen“ geworden ist. Das Verständnis und die Unvoreingenommenheit, mit der wir in jungen Jahren noch die Welt gesehen haben, wurde ist mit unserern Lebensjahren mehr und mehr verloren gegangen. Wir sollten unsere kleineren Mitmenschen wirklich einmal ernster nehmen in ihrem Umgang miteinander und ihrem Beispiel ein wenig mehr folgen. Frei von Lästerein, frei vom Pauschalisieren und vor allem frei davon Unterschiede zwischen uns zu suchen. Sind wir alle nicht in erster Linie Menschen?

Im folgenden Video hat es ein amerikanischer Muslim geschafft sowohl die Missverständnisse, mit denen sich Muslime oft konfrontiert sehen, aufzuzeigen, als auch unsere muslimischen Geschwister ein wenig wachzurütteln. Soll sich ja jeder an die eigene Nase fassen, nicht? 🙂 Ich kann ihm wirklich jedem nur ans Herz legen!

Vorhang auf für Baba Ali!

Dürfen Muslime lachen?

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by Hidjabi

Mag sich für euch jetzt vermutlich ziemlich absurd anhören, aber mir wurde diese Frage wirklich gestellt! Viele meinen, dass mit der Steigerung der Religiösität zeitgleich der Humor schwindet. Mit anderen Worten, je tiefer jemand in seiner Religion ist, desto weniger versteht er Spaß. Damit hätten wir dann auch wieder das perfekte Bild des „streng gläubigen“ Muslims:

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